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Bildschirmarbeitsverordnung

Die ursprüngliche Fassung der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) wurde 1996 erlassen. Sie wurde geschaffen, um den Umgang mit der damals noch neuen Technologie arbeitnehmerfreundlich zu gestalten. Im Dezember 2016 wurde dieses Regelwerk überarbeitet. Die geänderten Vorschriften zur Tätigkeit an Bildschirmarbeitsplätzen wurden in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) im Anhang unter Nr. 6 aufgenommen.

Arbeitsschutz für Bildschirmarbeiter

Mit dem Einzug der Computer in die Büros änderte sich der Arbeitsalltag. Angespanntes Sitzen, den Blick auf den Bildschirm gerichtet, die Zwangshaltung an Tastatur und Maus erwiesen sich als anspruchsvoll und teils gesundheitlich belastend. Dem vorzubeugen war der Gedanke hinter der Bildschirmarbeitsverordnung. Sie sah vor, dass reine Bildschirmarbeit durch andere Tätigkeiten aufgelockert werden sollte. Auch die Beschaffenheit des Arbeitsplatzes hinsichtlich der Sitzgelegenheit, der Lichtquelle, der Größe des Arbeitsplatzes und dem notwendigen Freiraum um ihn herum waren in der Bildschirmverordnung geregelt. Kurzpausen waren vorgesehen, kein Arbeitnehmer durfte über Stunden ausschließlich am Bildschirm beschäftigt sein.

Neuregelung für Bildschirmarbeitsplätze

Eine Vielzahl von Ausnahmeregelungen sorgte jedoch dafür, dass nicht jeder Arbeitnehmer von der Regelung profitierte. So waren anfangs Laptops von der Regelung ausgenommen. Für Beschäftigte an Computern in Werkhallen galten andere Vorgaben. Neue Technologien wie Notebooks und Tabletts kamen hinzu. Im Dezember 2016 wurde deshalb die alte Bildschirmarbeitsverordnung außer Kraft gesetzt. Die in ihr enthaltenen Punkte sind sinngemäß in der seither geltenden Arbeitsstättenverordnung zu finden, Ergänzungen fanden Einzug.

Voraussetzungen für Bildschirmarbeitsplätze

Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, zugunsten seiner Arbeitnehmer die Anforderungen an den vorgeschriebenen Arbeitsschutz zu erfüllen. Sicherheit und der Schutz der Gesundheit haben oberste Priorität. Jede Arbeitsfläche sollte der ausgeübten Tätigkeit angepasst sein. Ergonomische Tastaturen und Bürostühle, bei Bedarf auch eine Fußstütze, müssen am Bildschirmarbeitsplatz zur Verfügung stehen. Für Text- und Grafikdarstellung an Bildschirmgeräten ist zu beachten, dass sie blendfrei und ohne Verzerrungen lesbar sind.

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