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Break-Even-Point

Der Break-Even-Point ist in der Wirtschaftswissenschaft die Produktionsmenge oder der Zeitpunkt, ab der bzw. ab dem ein Gewinn bzw. Überschuss erwirtschaftet wird. Synonym werden auch die Begriffe Gewinnschwelle oder Nutzenschwelle verwandt. Eine Break-Even-Analyse findet sowohl in der Kostenrechnung als auch in der Investitionsrechnung statt. Die Zielsetzung ist jedes Mal gleich: festzustellen, ab wann sich eine Produktion oder eine Investition rechnet. In der Kostenrechnung findet dabei eine mengenorientierte Betrachtung statt, in der Investitionsrechnung eine zeitorientierte Betrachtung.

Break-Even-Point in der Kostenrechnung

In der Kostenrechnung ist die Gewinnschwelle bei der Produktionsmenge erreicht, bei der der Erlös gerade die Gesamtkosten deckt. Dabei wird eine Kostenaufteilung in variable und fixe Kosten vorgenommen. Variable Kosten sind von der Produktionsmenge abhängig (typischerweise Materialkosten, Fertigungslohnkosten usw.). Fixkosten fallen dagegen unabhängig von der Produktionsmenge an (zum Beispiel durch Abschreibungen, Mieten, Zinsen usw.). Die Differenz zwischen Erlös und variablen Kosten pro Mengeneinheit bezeichnet man als Deckungsbeitrag. Die Berechnung der “kritischen” Menge (x-BEP) zur Erreichung des Break-Even-Points ist dann ganz einfach.

Sie ergibt sich als: x-BEP = Fixkosten/Deckungsbeitrag

Bei größeren Mengen als x-BEP wird ein Gewinn erzielt, bei geringeren Mengen ein Verlust. Die hier dargestellte Berechnung ist stark vereinfacht. Sie unterstellt lineare Kostenverläufe. In der Realität kommen auch andere Verläufe (progressive, degressive, regressive) vor. Hat ein Produkt einen negativen Deckungsbeitrag, wird der Gewinnpunkt nie erreicht. Es wäre dann besser, wenn das Unternehmen die Produktion einstellt.

Break-Even-Point in der Investitionsrechnung

Bei einer Investition ist die “kritische” Schwelle dann erreicht, wenn die Rückflüsse den Anfangsausgaben der Investition entsprechen. Den Zeitraum bis dahin nennt man auch Amortisationsdauer, das Berechnungsverfahren entsprechend Amortisationsrechnung. Die Amortisationsrechnung gehört zu den sogenannten statischen Investitionsrechnungsverfahren. Diese verwenden Erfolgsgrößen und rechnen mit Durchschnittswerten. Es handelt sich um eine überschlägige Rechnung. Sie zeigt, wie lange das Kapital aus einer Investition gebunden ist.

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