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Dokumentationspflicht Arbeitszeit

Mit der Dokumentationspflicht Arbeitszeit will der Gesetzgeber sicherstellen, dass sich Unternehmen an die Arbeitszeitgesetzgebung halten und den vorgeschriebenen Mindestlohn zahlen. Nur mit einer exakten Dokumentation können Aufsichtsbehörden wie die Zollverwaltung die Einhaltung der Regelungen prüfen.

Gesetzliche Dokumentationspflicht nach dem Arbeitszeitgesetz

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung besteht nicht nur beim Mindestlohn eine Aufzeichnungspflicht. Arbeitgeber müssen die Arbeitszeiten auch festhalten, wenn Arbeitnehmer täglich mehr als acht Stunden arbeiten. Dasselbe gilt für Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Diese gesetzliche Vorschrift umfasst ebenso Arbeitszeitmodelle mit einer Vertrauensarbeitszeit. Für bestimmte Berufsgruppen wie Kraftfahrer sieht der Gesetzgeber eine besonders strenge Dokumentationspflicht vor, Unternehmen müssen sämtliche Arbeitszeiten detailliert dokumentieren. Diese Bestimmungen dienen dem Gesundheitsschutz sowie der Sicherheit, bei Kraftfahrern neben der eigenen Sicherheit diejenige der anderen Verkehrsteilnehmer und möglicher Fahrgäste.

Aufzeichnungspflicht Mindestlohn 2019: Basis für Kontrollen durch den Zoll

Das Mindestlohngesetz schreibt den meisten Arbeitgebern neben einer Mindestvergütung die Dokumentation der Arbeitszeiten vor. Das trifft auf alle geringfügig Beschäftigten sowie auf Arbeitnehmer in Branchen zu, die im Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz genannt sind. Dazu zählen die Baubranche, die Gastronomie und die Fleischwirtschaft. In diesen Bereichen haben die Verantwortlichen die größte Missbrauchsgefahr erkannt, die Aufzeichnungen sollen Kontrollen ermöglichen und den Kontrollaufwand reduzieren. Sie umfasst alle Beschäftigten mit einem Monatsverdienst bis 2985 Euro brutto. Bei höheren Gehältern entfällt die Pflicht, weil ein Verstoß gegen das Mindestlohngesetz unmöglich ist

Zeiterfassung und Dokumentation

Der Dokumentationspflicht Arbeitszeit können Sie handschriftlich nachkommen. Das bedeutet jedoch einen enormen Aufwand und Fehler können sich einschleichen. Besser ist eine Stechuhr, um die Arbeitszeiten sowie die Überstunden zu erfassen. Aber auch die klassische Stempeluhr verliert an Bedeutung, stattdessen setzen zunehmend mehr Unternehmen auf ein digitales Zeiterfassungssystem. Die Zeiterfassung kann am Ein- und Ausgang zum Beispiel mit einer Chipkarte erfolgen, der Stundennachweis durch Eintragen am Computer ist für Büroangestellte eine Alternative. Mit der Software “Schichtplan Plus” bietet Ihnen Pylot ein modernes Zeiterfassungssystem, das die Arbeitszeiten auf die Minute genau dokumentiert.

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