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Eröffnungsbilanzkonto

Das Eröffnungsbilanzkonto ​dient als Hilfskonto, um die Bestandskonten einer Bilanz anzulegen. Es wird spiegelbildlich zur Eröffnungsbilanz sowie zum Schlussbilanzkonto angelegt. In den einzelnen Bilanzpositionen des Eröffnungsbilanzkontos werden alle Aktiva und Passiva aus der Eröffnungsbilanz spiegelbildlich eingetragen, um die doppelte Buchführung korrekt zu beginnen. Dieses Konto liefert einen kompletten Überblick zu allen Schuld- und Vermögenswerten zum Jahresbeginn bzw. zum Beginn des rechnerischen Buchjahres. Dieses Konto dient der Kontrolle, dass alle Bestandskonten wie benötigt eröffnet wurden und dass alle Werte der Buchführung korrekt übernommen wurden. Die Summen beider Seiten des Kontos müssen gleich sein .

Anfangsbestände in die Eröffnungsbuchungen übernehmen

Um die Doppik der Buchführung korrekt zu erfüllen, werden bei den Buchungen für dei Eröffnung die Bestände der Passivposten als Soll und die Bestände der Aktivposten als Haben im Eröffnungsbilanzkonto​ eingetragen. Diese Werte können Sie aus der Schlussbilanz übernehmen. Wenn Sie eine elektronische Buchhaltungssoftware verwenden, wird das Programm diesen Schritt automatisch ausführen, nachdem der Jahresabschluss ausgeführt wurde und ein neues Jahr beginnt. Die Aktivkonten zeigen danach ihren Anfangsbestand im Soll an, die Passivkonten zeigen den Anfangsbestand im Haben an.

Wann ist eine Eröffnungsbilanz sinnvoll?

Eine Eröffnungsbilanz kann mit der Gründung eines Unternehmens erstellt werden und ist mit dem Beginn eines neuen Jahres notwendig. Bei der Gründung liegen im Allgemeinen noch keine Werte vor, da die betreffenden Betriebsmittel und das Kapital ja erst noch eingelegt werden müssen. In diesem Fall hätte das Eröffnungsbilanzkonto nur Nullwerte vorzuweisen und kann deshalb entfallen. Die Bilanz zur Eröffnung muss trotzdem erstellt werden.

Sonderfälle für ein Eröffnungsbilanzkonto

Es gibt Sonderfälle, bei denen eine zusätzliche Eröffnungsbilanz erstellt werden muss, obwohl kein Jahreswechsel vorliegt. Dieser Fall kam zum Beispiel bei der Währungsreform 1949 und bei der Umstellung ehemaliger DDR-Unternehmen auf D-Mark vor. Diese Sonderfälle werden vom Gesetzgeber festgelegt. Für die Umstellung auf Euro musste hingegen keine extra Eröffnungsbilanz vorgenommen werden.

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