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Überlassungsdauer

Das Gesetz zur Arbeitnehmerüberlassung für die Leiharbeit stammt aus dem Jahr 1972. In diesem Gesetz wurde erstmals definiert, was ein Leiharbeiter ist und wie er als Arbeitnehmer an Dritte als Arbeitskraft überlassen werden darf. Außerdem wurde in diesem Gesetz die Höchstüberlassungsdauer von drei Monaten festgelegt. Auch die Kündigungsfristen sind in diesem Gesetz geregelt. Im Jahr 1972 wurden dazu noch die gesetzlichen Kündigungsfristen gewählt. Wurde ein Überlassungsvertrag zwischen einer Firma für Zeitarbeit, einem Leiharbeiter und einem dritten Unternehmen abgeschlossen, musste dem Arbeitnehmer zum Vertrag ein Merkblatt ausgehändigt werden. Viele dieser Vereinbarungen aus dem Jahr 1972 wurden im Lauf der Jahre geändert.

Das Gesetz zur Überlassungsdauer für Arbeitnehmer wurde mehrfach reformiert

In den Jahren 2003, 2011 und 2017 fand jeweils eine AÜG-Reform statt. In der ersten Reform von 2003 wurden beispielsweise das Befristungsverbot, das Synchronisationsverbot, das Wiedereinstellungsverbot aufgehoben. Im Jahr 2011 wurde eine Art Mindestlohn für die Leiharbeit festgelegt. Außerdem mussten Leiharbeiter die gleichen Arbeitsbedingungen wie das Stammpersonal erhalten. Seit dem 01. April 2017 gilt bei der ANÜ eine Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten. Nach einer Unterbrechung von 3 Monaten und 1 Tag, kann der Arbeitnehmer wieder an den gleichen Arbeitgeber ausgeliehen werden. Dies war zuvor nicht möglich. Krank- und Urlaubstage dürfen nicht in die Berechnung der Zeiten einfließen.

Verstöße gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz werden mir hohen Bußgeldern belegt

Seit der Reform aus dem Jahr 2017 sind für Leiharbeitnehmer, Verleiher und Entleiher gravierende Änderungen in Kraft getreten. So muss der Arbeitnehmerüberlassungsvertrag auch als solcher bezeichnet werden. Es drohen sonst hohe Bußgelder. Des Weiteren muss ein Leiharbeiter nach einer Überlassungsdauer von mehr als 9 Monaten in der gleichen Höhe entlohnt werden, wie das Stammpersonal. Die Fallschirmlösung ist durch die AÜG-Reform ab 01.04.2017 ungültig.

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