AGB für den Online Shop: kein Muss, aber dringend empfohlen

Von Recht
Was ist bei der Nutzung & Erstellung von AGB im Online Handel besonders als Kleinunternehmer zu beachten? Lesedauer: 4 Minuten

Ohne Zweifel ist das Thema „AGB für Onlineshops“ (AGB: Allgemeine Geschäftsbedingungen) für viele kleinere Unternehmen mit Internethandel eine Herausforderung. Vor allem Neueinsteiger unter den Betreibern beschäftigen sich mit Fragen wie: Sind AGB im Onlinehandel verpflichtend? Gibt es hierfür ein Gesetz? Die Antwort lautet: Grundsätzlich besteht keine Pflicht vonseiten des Gesetzgebers, AGB für Onlineshops einzusetzen.

Doch hier kommt gleich ein großes „aber“: Es existiert sehr wohl eine AGB-Pflicht, wenn sich Ihr Internet-Shop an private Verbraucher (B2C) richtet, auch wenn Ihr Angebot diese Zielgruppe nur zum Teil bedient.

Denn hier gilt eine Reihe gesetzlich vorgegebener Belehrungs- und Informationspflichten, zum Beispiel zu folgenden Aspekten:

  • Vertragliche Regelungen bezüglich der Ausgaben für Rücksendungen bei Widerruf
  • Vorgehen bei Vertragsschluss
  • Kulanzbestimmungen
  • Zahlungsmöglichkeiten
  • Lieferbedingungen

Der eindeutige Tipp von Rechtsexperten lautet: Betreiber eines Online Shops sollten AGB mit entsprechenden Formulierungen und Absätzen nutzen, die auf den Bedarf von Online Shops, Internethandel bzw. dem kommerziellen Vertrieb von Waren im Internet zugeschnitten sind, nutzen. Fehlen diese individuellen AGB, greifen automatisch gesetzliche Bestimmungen.

Weiterlesen: Inwiefern sind AGB bei Kleingewerbe nötig?

Beachten Sie auch folgende Punkte:

  • Wenn Sie ein B2C-Geschäft online betreiben, müssen Sie sich an die strikten Vorgaben des Fernabsatzrechts (Widerruf, Buttonlösung, Preisinformationen und Weiteres) halten.
  • In Bezug auf Klauseln, die gegenüber Firmen zulässig sind, laufen Sie Gefahr, abgemahnt zu werden, falls diese Klauseln auch in Ihren AGB für private Verbraucher stehen.

Allgemeine Formulierungen von AGB für Onlineshops taugen nicht

Als KMU mit Onlinehandel einfach irgendwelche gratis erhältliche Muster-AGB aus dem Internet zu beziehen, ist laut Rechtsexperten nicht ratsam, denn „es gibt […]keine allgemeingültigen Muster, die für alle Geschäftsmodelle anwendbar sind. In den AGB eines Providers müssen grundsätzlich andere Regelungen enthalten sein als bei einem Onlineshop, der Handys oder iPads verkauft“. So gilt immer, dass AGB für Onlineshops, und auch für den anderweitigen Handel, stets zum spezifischen Geschäftsmodell eines Anbieters passen müssen. Also sollten Sie als Inhaber die Besonderheiten der AGB Ihres Onlinehandels beherzigen. Dabei helfen als erste Orientierung diese Fragen und Hinweise:

Was trifft auf Ihr Angebot zu?

  • AGB für Warenverkauf und/oder
  • AGB für Verkauf digitaler Lösungen/Software oder Ähnliches und/oder
  • AGB im Dienstleistungssektor

Wer sind Ihre Kunden: Firmen, private Verbraucher oder beide?

Ob Sie private Konsumenten (B2C), Geschäftsleute/Firmen (B2B) oder beides bedienen, ist entscheidend für die Formulierung der AGB für den Onlineshop. Machen Sie sich diesbezüglich mit weiteren Informationen schlau.

Mix aus physischen Artikeln, digitalen Produkten und Dienstleistungen

Häufig bieten Onlineshops neben physischen Artikeln auch Software oder andere digitale Produkte beziehungsweise einen Mix aus verschiedenen Artikeln und Dienstleistungen an. Auch daraus ergeben sich für die Inhaber mehrere potenzielle Varianten, die sie mit passenden AGB-Bestimmungen abmahnfähig abbilden müssen.

Einfach irgendwelche Muster aus dem Web als AGB für Onlineshops zu nutzen, kann schwerwiegende Folgen für KMU (sowie alle anderen Firmen) haben. Passen diese Bestimmungen nicht zum individuell ausgeprägten Angebot des Geschäfts, sind sie unwirksam und führen schnell zu rechtlichen Problemen.

Sinn der AGB und noch ein Tipp

Grundsätzlich bilden AGB den rechtlichen Rahmen für sämtliche Verträge, die KMU (so wie alle anderen Unternehmen) mit Ihren Kunden abschließen. Dies betrifft „normale“ Geschäftsmodelle (offline) ebenso wie selbstständig betriebene Onlineshops und auch Händler, die mit Amazon oder anderen Internet-Großhändlern zusammenarbeiten. Darüber hinaus sind AGB rechtlich relevant für via Onlineshop getätigte Geschäfte mit den eigenen Kunden. Spezifische Formulierungen von AGB für Ihren Onlineshop bringen Ihnen den Vorteil, Vertragsschluss, Zahlmodalitäten und Lieferung sowie weitere essenzielle Punkte so zu bestimmen, wie Sie es benötigen. Mittels Ihrer eigenen AGB-Ausarbeitung sind Sie in der Lage, Ihr Geschäftsmodell rechtlich wasserdicht zu gestalten und auch für Ihre Vertragspartner – vor allem für Ihre Kunden – Transparenz zu schaffen.

Wichtig für Sie als Onlineshop-Betreiber ist auch: Einfach die AGB irgendwo in Ihrem Onlineshop einzustellen, genügt nicht. Sie müssen Ihren Kunden vor Vertragsabschluss einen leicht zu tätigenden Einblick in diese Bestimmungen gewährleisten, und diese müssen die AGB bestätigen – meist in der Form, dass sie ein Häkchen setzen (Checkbox).

Was sind die Risiken unzureichender AGB im Onlineshop?

„Die Verwendung von unwirksamen Klauseln in allgemeinen Geschäftsbedingungen birgt Risiken im Falle von rechtlichen Auseinandersetzungen. Darüber hinaus besteht die Gefahr von Abmahnungen durch Mitbewerber und Wettbewerbsvereine wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrechts.“

Effizienter Onlineshop-AGB-Generator hilft Ihnen weiter

Durch den Einsatz eines effizienten, kostengünstigen Onlineshop-AGB-Generators erhalten Sie individuelle AGB für Ihren Onlineshop, die Sie vor Abmahnungen schützen können. Für eine solche Lösung, die Sie im Internet finden, sind Rechtsanwälte tätig, die juristisch hochwertige Dokumente für Sie erstellen. Dabei beziehen die Experten stets die aktuelle Rechtslage ein. Der Onlineshop-AGB-Generator von Pylot leitet Sie durch einen leicht verständlichen Frage-Antwort-Dialog, an dessen Ende Ihnen ein individuell abgestimmtes Dokument übermittelt wird. Dieses umfasst die Besonderheiten der AGB Ihres Onlinehandels.

Weitere Vorteile eines effizienten Onlineshop-AGB-Generators:

  • Keinerlei veraltete oder falsch ausgestellte Musterdokumente
  • Alle Dokumente speichern Sie online, Ihr Zugriff ist jederzeit möglich.
  • Alle Dokumente entsprechen der DSGVO.
  • Ideal für Onlineshops, Sie binden die generierten AGB einfach in Ihre Website ein.

Die passende AGB für den Online Shop nutzen

Die Frage, ob AGB im Onlinehandel verpflichtend sind, ist im Hinblick auf hierzulande geltendes Recht zunächst zu verneinen. Dennoch raten Rechtsexperten allen Onlineshop-Betreibern dringend zu einer individuellen Formulierung der AGB ihres Onlineshops, da es ansonsten zu Abmahnungen oder anderen rechtlichen Unwägbarkeiten kommen kann. Insbesondere im B2C-Bereich bewegen Sie sich ausschließlich mit für Sie spezifisch gestalteten AGB auf sicherem Terrain, weil hier viele gesetzlich vorgegebenen Belehrungs- und Informationspflichten greifen.

Falls Sie solche AGB weglassen, schalten sich automatisch gesetzliche Bestimmungen ein, und das kann sich schnell negativ auswirken. Des Weiteren wird davon abgeraten, irgendwelche Muster aus dem Internet als AGB für Onlineshops zu verwenden, da diese zu unspezifisch sind. Schließlich gibt es viele unterschiedliche Geschäftsmodelle im Onlinehandel, und irgendein Muster kann die eigenen AGB keineswegs mit einem Schlag abdecken.

Jedoch muss es KMU-Inhabern mit Internetangebot keine Kopfschmerzen bereiten, AGB für Onlineshops zu erstellen. Hier lautet ein sinnvoller Tipp, sich mit einem effizienten Onlineshop-AGB-Generator zu behelfen, der Ihr Budget nicht belastet, um individuelle und rechtssichere AGB für den Onlineshop nutzen zu können.

Hinweis: Die in diesem Beitrag aufgeführten Informationen sind nicht als Rechtsberatung zu verstehen. Es wird keine Haftung für Vollständigkeit und Richtigkeit übernommen. Die Inhalte haben wir nach bestem Wissen und Gewissen erstellt.