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Was bedeuten die Google-Updates für Kleinunternehmer?

Von Marketing
Welche Auswirkungen hat das Google Update zur Mobile-First Indexierung auf Websites von Kleinunternehmern Lesedauer: 3 Minuten

Google setzt 2021 klare Prioritäten und hat für das erste Halbjahr bereits zwei Updates angekündigt. Ab April 2021 werden nur noch Internetseiten im Suchmaschinen-Ranking berücksichtigt, die für mobile Geräte optimiert sind (Mobile-First Indexierung). Wenn die Anforderungen für Smartphones nicht erfüllt sind, rutscht die Website auf der Ergebnisliste sehr weit nach unten. Ab Mai 2021 wird es die nächste Neuerung geben, bei der es um die sogenannten Google Core Web Vitals geht, die auf eine höhere Nutzerfreundlichkeit von Websites ausgerichtet sind.

Diese Aktualisierungen haben sich schon lange angekündigt. Die „Mobile First“-Strategie von Google begann bereits 2015 mit ersten Maßnahmen. Der Grund für die konsequente Verfolgung dieser Strategie ist das geänderte Suchverhalten der Nutzer. Inzwischen stammt die Mehrheit aller Suchanfragen von Smartphones und nicht mehr von Computern oder Notebooks. Außerdem zeigen Studien, dass die Nutzererfahrung einer Website wichtig für die Besucher ist. Bei einer positiven User Experience werden Internetseiten häufiger besucht und intensiver genutzt.

Welche Auswirkungen haben die Updates für kleine Unternehmen?

Auf diese Aktualisierung sind jedoch nicht alle Internetseiten vorbereitet. Experten schätzen, dass aktuell rund 30 Prozent aller Websites nicht für mobile Geräte optimiert sind. Bei Online-Auftritten von kleineren Betrieben sollen es sogar zwischen 40 bis 50 Prozent sein. Damit wären viele Websites von Kleinunternehmen – vor allem von Betrieben mit älteren Internetauftritten – nur noch schwer über Google zu finden. Solche Unternehmen müssen folglich mit weniger Website-Besuchern, spürbaren Umsatzeinbußen und weniger Bewerbern auf Stellenanzeigen rechnen.

Wie können Kleinunternehmer mit diesen Änderungen umgehen?

Eine Möglichkeit besteht darin, eine responsive Website zu erstellen. Bei einer responsiven Website passt sich das Layout an das jeweilige Medium (Tablet, PC, Smartphone usw.) an, mit dem die Website aufgerufen wird. Wer seine Seite nicht komplett auf ein responsives Design umstellen möchte, kann auch parallel zum bestehenden Internetauftritt eine zusätzliche mobile Version erstellen. Beide Versionen sollten aber möglichst inhaltsgleich sein. Sonst kann dies zu einem Rückgang der Aufrufe führen, da die Suchmaschine nur noch die mobile Version zur Indexierung heranzieht. Doch Google weist darauf hin, dass selbst inhaltsgleiche Versionen durch unterschiedliche Layouts von der Suchmaschine anders interpretiert werden können. Langfristig ist ein responsives Design daher die bessere Lösung.

Spielen die Neuerungen auch für Kleinunternehmer ohne Website eine Rolle?

Bei der Beurteilung, ob sich eine Anpassung des eigenen Online-Auftritts an den neuen Google-Algorithmus lohnt, ist die eigene Marketingstrategie ausschlagend. Wenn Sie zum Beispiel auf klassische Anzeigen in Branchenportalen setzen oder ihr Unternehmen hauptsächlich über soziale Netzwerke vermarkten, steht eine gute Auffindbarkeit über Google möglicherweise nicht ganz oben auf Ihrer Prioritätenliste. Da sich die Suchgewohnheiten sowohl von Kunden als auch von Fachkräften immer weiter in die Online-Welt verlagern, verfolgt man in den meisten Fällen aber eine zukunftssichere Strategie, wenn dafür sorgt, dass der eigene Betrieb weiterhin leicht über Google zu finden ist.

Welche Kosten entstehen bei der Erstellung einer mobilfreundlichen Website?

Der Preis für die Optimierung von Internetseiten hängt von vielen Faktoren ab: Wie viele Unterseiten weist die Website auf? Wie viele einzelne Elemente, also Layouts, Bilder und Videos, müssen optimiert werden? Welche Einzelleistungen werden gewünscht? Eine Internetseite im responsiven Design komplett neu zu erstellen, kostet durchschnittlich etwa 30 bis 40 Prozent mehr als eine statische Website.

Um die eigene Website an die neuen Änderungen anpassen oder komplett neu im responsiven Design erstellen zu lassen, bietet sich für kleine Unternehmen der Rundum-Service “Meine Webseite – Erstellung & Service” von spezialisierten Dienstleistern wie Pylot an. Darüber hinaus stellt Pylot noch weitere sichtbarkeitssteigernde Services wie SEO, SEA und Firmeneintrag bereit.

Checkliste: Welche Kriterien gelten für mobilfreundliche Websites?

Um für Smartphones optimal zu funktionieren, müssen Websites bestimmte Eigenschaften aufweisen. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Kriterien für Sie aufgelistet:

  • Die gesamte Website lädt schnell.
  • Das komplette Layout muss für Smartphone-Displays optimiert sein.
  • Navigationsleiste und Verlinkungen lassen sich gut per Touchscreen bedienen.
  • Texte sind ausreichend groß und ohne Zoomen lesbar.
  • Videos und Bilder sind in guter Qualität abrufbar, aber für schnelle Ladezeiten komprimiert.
  • Auf Plug-ins für Animationen oder Filme im Flash-Format wird verzichtet.
  • Videos und Animationen sind gemäß HTML5.2-Standard eingebunden.
  • Die Internetadresse ändert sich nicht beim Laden von Bildern oder Videos.

Mit einer optimierten Website sind Sie auf der sicheren Seite!

Wie stark sich die neuen Updates tatsächlich auf das Ranking bei Google auswirken werden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau sagen. Sobald die geplanten Aktualisierungen aber von Google implementiert wurden, werden Studien eindeutige Erkenntnisse über die Auswirkungen liefern. Sie sollten grundlegend sicherstellen, dass Ihre Website schlank gestaltet, verschlüsselt sowie für alle Arten von Geräten schnell abrufbar und gut lesbar ist. Damit haben Sie das Fundament für eine zukunftsorientierte Strategie schon aufgebaut. Zur zusätzlichen Optimierung empfiehlt sich für Kleinunternehmer darüber hinaus, auf Suchmaschinenoptimierung, Internetwerbung sowie gepflegte und regelmäßig aktualisierte Unternehmenseinträge in Online-Branchenbüchern zu achten.