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Warum sich die Zahlung mit Karte und Smartphone lohnt

Von Neuigkeiten
Lesedauer: 5 Minuten

Sie möchten Ihren Umsatz steigern und Kunden binden? Das erreichen Sie, indem Sie neben der Zahlung mit Bargeld auch Kartenzahlung und Mobile Payment mit dem Smartphone anbieten. Wir zeigen Ihnen, wie es funktioniert und wie Sie es einfach in Ihren Betrieb integrieren können. 

Fast jeder Privatkunde hat mittlerweile eine Girocard oder eine Kreditkarte im Portemonnaie. Barzahlung ist zwar vor allem im Einzelhandel bei kleinen Beträgen noch immer die beliebteste Zahlungsmethode. Doch die Vorliebe der Deutschen für Bargeld geht zurück: 2018 wurde im stationären Einzelhandel zum ersten Mal mehr Geld per Giro- und Kreditkarte ausgegeben als in bar – 209 Milliarden Euro, was 48,6 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Auch digitale Zahlungsmethoden sind auf dem Vormarsch. 2,1 Millionen Menschen in Deutschland nutzen “Mobile Payment” von Anbietern wie Apple und Google bereits. 

Darum bringen Kartenzahlung und Co. mehr Umsatz

Ein Kaffee zum Mitnehmen auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause beim Fleischer reingeschaut, ein kühles Getränk beim Joggen – Spontankäufe machen einen beachtlichen Teil des Umsatzes von Händlern aus. Manchmal haben Kunden jedoch nicht mehr genug Bargeld in der Tasche – immer mehr haben gar kein Bargeld mehr dabei. Müssen die Kunden zuerst noch zum Bankautomaten, überlegen sie es sich vielleicht anders und kommen nicht mehr in den Laden zurück. 

Außerdem kaufen Kunden mehr, wenn sie mit Karte zahlen können. Erstens weil sie nicht darauf angewiesen sind, Bargeld in der Tasche zu haben. Zweitens weil sie die Beträge bei anderen Zahlungsarten nicht so im Blick haben. Drittens wird dem Kunden bei der Kreditkarte ein Kredit gewährt, denn er bekommt die Abrechnung erst später. 

Nicht zu vergessen: Die Zahlung mit Karte oder Smartphone abzuwickeln, geht sehr viel schneller. Kontaktloses Bezahlen dauert gerade mal ein bis zwei Sekunden! Das bedeutet für Sie, dass Sie mehr Kunden bedienen können und die Kunden weniger Wartezeit haben. 

Weiterlesen: Low Touch Economy für Kleinunternehmen

Kundenorientiert denken: Jedem Kunden sein Lieblingszahlungsmittel

“Wie möchten Sie bezahlen?” Besonders in Städten ist es enorm wichtig, seinen Kunden verschiedene Zahlungsmethoden anzubieten. Menschen aus anderen Ländern sind oft die Zahlung mit Karte gewöhnt – in Ländern wie Schweden und China hat sich das Verfahren gegenüber Bargeld bereits durchgesetzt. Reisende zahlen besonders gern mit Karte, da sie in fast allen Ländern akzeptiert ist und sie so keine größeren Mengen an Bargeld mit sich führen müssen. Touristen aus Nicht-EU-Ländern können zudem unkompliziert in Fremdwährung bezahlen. Das lästige Geldwechseln entfällt und sie müssen sich nicht mit fremden Münzen und Scheinen auseinandersetzen. 

Dazu kommt die kaufkräftige Kundengruppe der “Millenials”. Die Gruppe der 18- bis 34-Jährigen nutzt mobile Payment bereits stark und würde im stationären Handel gern mehr per Google Pay oder Apple Pay bezahlen. Wer nur die Zahlung mit Bargeld anbietet, verliert diese Kundenkreise, und zwar längst nicht mehr nur in Metropolen. 

Kartenzahlung und mobiles Bezahlen: Bezahlung mit Kreditkarte in der Bäckerei

Ihre Vorteile von alternativen Bezahlmethoden auf einen Blick

  • Sie machen mehr Umsatz durch Spontankäufe, weil der Kunde nicht auf Bargeld angewiesen ist. 
  • Sie binden Stammkunden und erschließen neue Kunden, indem Sie ihnen ihre bevorzugte Zahlungsmethode anbieten. 
  • Der Bezahlvorgang ist schneller und hygienischer.
  • Sie haben Ihre Umsätze jederzeit im Blick. 
  • Sie zeigen sich innovativ und bleiben konkurrenzfähig.

Tipp: Machen Sie schon außen am Schaufenster sichtbar, dass Sie Kartenzahlung anbieten. So weiß der Kunde sofort, dass er bei Ihnen richtig ist.

Die Nachteile von Bargeld

Nur Bares ist Wahres? Das gilt in der heutigen Zeit nur noch bedingt. Nicht nur für Kunden, auch für Unternehmer hat Bargeld Nachteile und bringt damit “Kosten” mit sich:

  • Der Umgang mit Scheinen und Münzen kostet Zeit: Sie müssen die Kasse zählen und die Einnahmen zur Bank bringen.
  • Der Umtausch von Wechselgeld und die Einzahlung bei der Bank sind mit Gebühren verbunden. 
  • Sie haben vor Ladenschluss keine genaue Übersicht über Ihre Einnahmen. 
  • Der Bezahlvorgang mit Bargeld ist fehleranfällig und unhygienisch.
  • Bargeld in der Kasse ist begehrtes Diebesgut. Sie müssen sich vor Diebstahl, Raub und Einbruch schützen.
  • Die sichere Aufbewahrung von Bargeld im Safe ist mit Kosten verbunden.
  • Betrüger versuchen immer wieder, Falschgeld in Umlauf zu bringen. 

Dreh- und Angelpunkt: das Karten-Terminal

Um Ihren Kunden elektronische und digitale Zahlungsmethoden anbieten zu können, brauchen Sie ein Kartenlesegerät, auch Karten-Terminal oder Point-of-Sale-Terminal, kurz POS-Terminal, genannt. Es gibt stationäre und mobile Geräte. Sie können sie über einen darauf spezialisierten Anbieter oder über Ihre Bank mieten oder kaufen. 

Manche Anbieter erheben monatliche Fixkosten. Außerdem wird entweder pro Transaktion ein gewisser Betrag fällig oder der Anbieter des Karten-Terminals erhebt eine prozentuale Beteiligung. Dann lohnt sich die Kartenzahlung für Sie auch bei sehr kleinen Beträgen. 

Für digitale Zahlungsmethoden ist das Karten-Terminal mit einem NFC-Lesemodul ausgestattet, das kontaktloses Zahlen ermöglicht. Dann braucht der Kunde sein Smartphone oder seine NFC-fähige Karte nur an das Display zu halten, damit es erkannt werden kann.

Kartenzahlung und mobiles Bezahlen: Ein Kartenterminal und zwei Kreditkarten auf einem Tresen

Die gängigsten Bezahlmethoden im Überblick

1. Girocard

Die Girocard (umgangssprachlich oft EC-Karte genannt) ist in Deutschland am weitesten verbreitet: Über 100 Millionen davon gibt es laut der Deutschen Bundesbank. Rund 95 % aller Bundesbürger haben eine und nutzen diese auch – ein guter Grund, Ihren Kunden diese Art der Bezahlung anzubieten. Der Kunde braucht ein Konto und eine PIN, um die Girocard nutzen zu können. 

So setzen Sie die Girocard ein:

An der Kasse steckt der Kunde seine Girocard in das Kartenlesegerät und identifiziert sich mit PIN oder Unterschrift. Nach der Bestätigung wird der Zahlbetrag vom Konto des Kunden eingezogen und ist ein bis drei Werktage später auf Ihrem Konto gutgeschrieben. 

Das sind die Kosten:

Pro Transaktion fallen ca. 0,95 % Gebühren an. Bei einer Transaktion von 10 Euro enspricht das 0,09 Euro. Diese Kosten des Geldverkehrs können Sie steuerlich als Ausgabe geltend machen. 

2. Kreditkarte

Kreditkarten sind internationaler als die Girocard. Die gängisten sind VISA, Mastercard und American Express. Viele Kunden schätzen das bequeme Bezahlen – und die Gewissheit, die eigentliche Abrechnung erst im nächsten Monat zu erhalten. So werden in Deutschland 6,5 % aller Umsätze mit einer Kreditkarte getätigt. Viele Kreditkartenanbieter verlocken mit Zusatzleistungen dazu, per Kreditkarte zu zahlen (etwa dem Sammeln von Flugmeilen bei jeden Umsatz). 

So setzen Sie Kreditkarten ein:

Das Zahlen per Kreditkarte entspricht dem der Girocard. 

Das sind die Kosten:

Pro Transaktion fallen ca. 2,75 % Gebühren an.

3. Apple Pay und Google Pay

Sekundenschnelles Bezahlen im stationären Handel – Apple und Google machen es möglich. Die Dienste verbreiten sich auch in Deutschland. Einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zufolge haben 30 % der Bundesbürger schon mobil bezahlt. Besonders die jüngere Zielgruppe nutzt das Smartphone gern an der Kasse. Apple Pay kann auf iPhones der neuen Generation sowie der Apple Watch installiert werden. Google Pay ist die Alternative für alle Kunden mit Android-Smartphone. 

So setzen Sie mobile Payment ein:

Der Kunde hält sein Smartphone, seine Uhr oder die kontaktlose Karte an das NFC-Lesemodul des Terminals. Das Geld wird automatisch von dem verknüpften Konto abgebucht. Bei Google Pay muss sich der Kunde für Einkäufe unter 25 Euro nicht einmal autorisieren. Der mobile Bezahlvorgang spart bis zu 60 % Zeit ein. 

Das sind die Kosten:

Pro Transaktion fallen je nach Konto, das der Kunde hinterlegt hat, 0,95 bis 2,75 % Gebühren an.

4. PayPal

Paypal hat sich längst als sicherer, seriöser und unkomplizierter Weg für Einkäufe im Internet durchgesetzt. Der Dienst ist bei Kunden äußerst beliebt: Rund 277 Millionen Nutzer gibt es weltweit. Nun hat der Online-Dienst auch den Weg in den stationären Handel gefunden. Kooperationen mit Google Pay und Kreditkarteninstituten bringen PayPal als elektronische Bezahlmethode direkt in die Bäckerei oder den Kiosk.

So setzen Sie PayPal ein:

Die Zahlung erfolgt über Google Pay oder die kontaktlose Kreditkarte. Sie müssen sich nur ein Empfänger-Konto bei PayPal einrichten

Das sind die Kosten:

Pro Transaktion fallen ca. 2,49 % Gebühren zuzüglich Festgebühr an. Nach Anmeldung können Sie günstigere Händler-Konditionen bekommen. 

Fazit: Kartenzahlung und Mobile Payment lohnen sich

Wer seinen Kunden elektronische und digitale Bezahlmethoden anbietet, ist klar im Vorteil. Sie machen mehr Umsatz, begeistern Stammkunden und gewinnen einen neuen Kundenkreis. Die Zeit und das Geld, das Sie in den Umgang mit Bargeld gesteckt haben, können Sie nutzen, um sich auf Ihr Handwerk zu konzentrieren und Ihren Betrieb voranzubringen. Das alles macht die Kosten für die Implementierung der neuen Bezahlmethoden wieder wett. Außerdem zeigen Sie sich als innovativer Unternehmer und bleiben auf dem modernen Markt konkurrenzfähig. 

Kosten variieren je nach Anbieter. Hier im Text sind jeweils die Kosten des Anbieters SumUp aufgeführt.